Vom 5.5. bis 7.5. unternahm der Ortsverein der SPD Waldsolms wieder einmal eine Exkursion. Das Ziel war diesmal Bamberg. Auf dem Weg dorthin war eine Rast auf der Vogelsburg bei Volkach eingeplant. Im ehemaligen Kloster, von dem man einen hervorragenden Blick auf die Mainschleife und den vielen Weinbergen hat, erwartete die Teilnehmer eine exzellente Gastronomie mit ausgesuchten Weinen aus dem Herzen Wein-Frankens. Frisch gestärkt ging es weiter nach Bamberg, wo uns am Abend eine Nachtwächterführung erwartete. Der als Nachtwächter verkleidete Stadtführer erzählte aus seiner Epoche, als sein Beruf so unbeliebt war, wie der des Henkers. Vorbei an den historischen Stätten gab es viele Informationen um das Leben und Treiben im historischen Bamberg. Der Abend klang aus in der urigen Gaststätte Weinrich, die damals der Ausgangspunkt des legendären Bierkrieges war.

Am nächsten Morgen erwartete uns schon die Stadtführerin, die uns dann fast den ganzen Tag begleitete. Sie war zwar keine gebürtige Bambergerin, aber die polnische Dame war so belesen, dass sie mit ihrem unerschöpflichen Wissen alle verwunderte.

So erfuhren wir, dass die Stadt zeigeteilt war. Getrennt durch die Regnitz, gehörte die eine Seite dem Fürst-Bischof und die andere Seite dem weltlichen Fürst. Und mitten im Fluss steht deshalb das Rathaus für die ganze Stadt. Nachdem die Füße vom langen Laufen auf dem Altstadtpflaster weh taten, fuhren wir auf einen der sieben Hügel Bambergs zur Gaststätte Greiffenklau, die ein absolutes Muss ist. So schlossen wir den Tag bei einigen kühlen Bieren.

Da Bamberg eine geschlossene Altstadtbebauung hat, ist sie nicht sehr Auto-freundlich und es ist dringend ratsam, auf den Bus umzusteigen. Und weil Bamberg auch die Weltstadt des Bieres ist, und man sich das nicht entgehen lassen sollte, riskiert man besser nicht seinen Führerschein.

Am Sonntag verließen wir Bamberg Richtung Seßlach, ein Dorf mit geschlossener Stadtmauer und fast wie ein bewohntes Freilicht-Museum. Hier, 15 Kilometer von Coburg entfernt, wüteten damals die Bauernkriege. Dies wird bei einem Rundgang durch das Örtchen an vielen Schautafeln gut erklärt. Damit der Genuss nicht zu kurz kommt, war eine Einkehr im „Roten Ochsen“ unumgänglich. Es erwarteten uns viele fränkische Spezialitäten zum kleinen Preis. Am späten Nachmittag kamen wir wieder in Waldsolms an und die Teilnehmer schwelgten noch in den vielen Eindrücken der drei Tage.